Stylisch mit Plüsch und Federn

Neues von der imm cologne

Stylisch mit Plüsch und Federn

Lieber etwas gradliniger? Oder mehr Plüsch? Funktional oder doch wieder Barock ins Wohnzimmer? Auf der Internationalen Möbelmesse in Köln präsentierten über 1.300 Aussteller die neuesten Trends für Wohnen und Leben. Grund genug, die wichtigsten Tendenzen aufzuzeigen und zu überlegen, was demnächst wohl auch in den eigenen vier Wänden Platz finden könnte.

 

Geborgenheit ist einer dieser Trends – und der schlägt sich in der Verwendung vieler Stoffe nieder. Flausch und Plüsch sind auf dem Vormarsch. Egal, ob als Bezüge, Decken oder Kissen: Mit Plüsch assoziierten die Menschen Wärme und Gemütlichkeit, sagt Ursula Geismann, Sprecherin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie. Und nach diesen Gefühlen des Geborgenseins sehnten sich viele Menschen derzeit sehr stark, meint die Expertin. Wer es im Plüschsessel auch mit der Lichtstimmung kuschelig mag, greift zu den Lampen des dänische Designers Sören Ravn Christensen: Er verwendet Gänsefedern für die Schirme, die so ein gemütliches Licht geben.

 

Schwer im Trend ist auch die Kombination von Wohnzimmer und Küche. Wer sich noch an die Eckbank der Großeltern erinnert, die man als Kind so liebte, kommt bei Herstellern wie etwa Cor-Interlübke voll auf seine Kosten: Die Designer aus Westfalen haben die Bank zur Sofaecke mit passendem Tisch ausgebaut. So entsteht die Wohnküche aus der guten alten Zeit wieder neu. Grundsätzlich hat auch die „Sofalandschaft“ nicht ausgedient – im Gegenteil: Wer Platz hat, kann künftig noch größere Exemplare in die Wohnung stellen und sie mit allem möglichen Zubehör wie Tischen und Aufbewahrungsboxen kombinieren. Aber auch für Singlehaushalte gibt es neues: Hier geht der Trend mit kleineren aber edlen Sitzmöbeln in die Gegenrichtung.

 

Auch die Hausbar hält wieder Einzug, aber nicht mehr als unauffälliges Fach im Wohnzimmerschrank, sondern als deutlich sichtbarer Blickfang. Natürlich gehört dazu nicht nur ein edles Design: Wenige erlesene Flaschen teurer Getränke sorgen für ein stylisches Ambiente. Die Genießer dieser Spirituosen sollen aber nicht etwa auf Barhockern sitzen – Sessel mit hohen Lehnen sind in und geben Geborgenheit, behaupten zumindest die Hersteller. Und wer dann doch vielleicht einen Schluck zu viel getrunken hat, kann glücklich ins Schlafzimmer wanken und sich etwa im neuen Bettenkonzept von Birkenstock erholen, das optisch so rein gar nichts mit den Latschen des Schuherstellers zu tun hat, sondern elegant und vor allen Dingen ergonomisch daher kommt.

 

Autor: Malte Bastian

Bild: imm cologne 2017, Canberra, Aussteller: Birkenstock

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